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Zeindler, Peter: Toter Strand. Zürich: Arche Verlag 2005. Geb., S. 320, Euro 20,00 € .

Ein durch Terroristen herbeigeführtes Tankerunglück verseucht Frankreichs Küste. Laut der offiziellen Version wurde der vom Weg abgekommene Tanker von einem zu Hilfe kommenden englischen Boot versehentlich gerammt und versenkt. Der Journalist Morgan behauptet jedoch in einem Hintergrundartikel, dass hinter dem angeblichen Unglücksfall mehr als ein Terroranschlag steckt. Damit wird Morgan zur ungewollten Figur im undurchschaubaren Spiel des deutschen und amerikanischen Geheimdienstes. Als ein russischer Tanker mit angeblich islamischen Terroristen an Bord vor Englands Küste vorbeifährt und ein amerikanisches Schiff seinen Weg kreuzt, scheint sich die Apokalypse zu wiederholen. Aber die einzigen Überlebenden des ersten Unglücks, ein amerikanischer CIA Mann und ein spurlos verschwundener englischer Fischer spielen ein eignes, von Rachegelüsten geleitetes Spiel. Morgan wird darin auch hierin verstrickt, als er auf Einladung des mysteriösen Malers Striplay zu einer Ausstellungseröffnung nach Hastings kommt, dessen Bilder immer nur gestrandete Archen zeigen.

Toter Strand ist ein gekonntes Spiel mit der Realität hinter der Realität, die durch Drehbuch, Filmschnitt und Verschmelzung von Fiktion und Wahrheit bestimmt wird. Hierfür steht auch Morgans frühere Freundin, die die Welt nur noch durch das Objektiv ihrer Kamera wahrnimmt. Gisela Lehmer-Kerkloh