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Winges Stefan : Tod auf dem Rhein. Köln: Emons Verlag 2004. Kart., S. 400. Euro 11.00 €

Bei Ausgrabungen im Tal der Könige häufen sich mysteriöse Todesfälle. Luzia Jones, deren Mann zum Ausgrabungsteam gehört, ruft Dr. Watson nach Ägypten zu Hilfe. Luzias Sohn Henry ist von einem rätselhaften Fieber befallen und ihr Mann entkam nur knapp einem Mordanschlag. Von dem Fluch des Pharaos, der über den Ausgrabungen lastet, ist die Rede. Mehrmals wird sogar eine lebendige Mumie gesehen, die Luzia und Watson in eine Grabkammer einschließt und damit beinahe tötet. Der Familie Jones und Dr. Watson gelingt die Flucht nach Kairo zu ihrem alten Kölner Freund Baron Oppenheim, aber selbst hier sind sie vor ihren mächtigen Feinden nicht sicher.

 

Sherlock Holmes, selbst in politischer Mission unterwegs, kann die Entführung des kleinen Henry in letzter Minute vereiteln. Holmes stellt Nachforschungen über eine obskure Sekte an, die an die Wiederkunft Tutenchamuns glaubt, und zum Aufstand aufrufen will. Bei Sektenanführer und Mumie scheint es sich um dieselbe Person zu handeln. Der Unbekannte will ein Amulett aus Tutenchamuns Zeiten, das sich im Besitz der Familie Jones befindet, an sich bringen. Unter der Begleitung von Sherlock Holmes, Dr. Watson und Baron von Oppenheim fliehen die Jones` zu Luzias Familie in der Nähe von Köln, aber auch hier hat der Gegner seine Verbündeten. Ungeahnte politische Verstrickungen tun sich auf.

 

Tod auf dem Rhein ist eine explosive Mischung zwischen Indianer Jones, Sherlock Holmes und Spionagethriller, wobei sich Stefan Winges nicht nur als profunder Sherlock Holmes Kenner erweist. Mit leichter Hand lässt er historische Persönlichkeiten und Ereignisse einfließen, wie z.B. die Figur der Mata Hari oder bei der Beschreibung eines fiktiven ersten Motorflugzeugfluges, den Holmes und Watson zur Befreiung von Luzia unternehmen. Stefan Winges erster "Sherlock Holmes Krimi" Der vierte König erschien 2000 (Emons), in ihm geht es um den Raub der Gebeine der Heiligen Drei Könige aus dem Kölner Dom. Honolulu Baby (Emons 2002) ein zeitgenössischer, während des Kölner Karnevals spielender Krimi wurde für den Glauser Krimipreis 2002 nominiert. Gisela Lehmer-Kerkloh