Menu:

Book covers


  

Schüller, Martin: Verdammt lang tot. Köln: Emons 2004. Kart., S. 239, Euro 9.00

Jan Richter, der nach einem geplatzten Jazz-Concert seinen Kölner Jazzclub verkaufen musste und sich nach Lissabon in die Arme der Jazzsängerin Quitèra zurückzog, ist wieder in Köln zurück. Er hat die nahezu unlösbare Aufgabe übernommen, das legendäre Bob-Keltner Sextett für einen Bühnenauftritt und eine CD-Einspielung ein letztes Mal zusammen zu trommeln. Die versprochene Gewinnbeteiligung kann Jan für seinen neuen Club, den Cool Moon in Lissabon gut gebrauchen. Aber auch die Aufgabe reizt ihn und der Gedanke an sein geliebtes Köln. Gerade angekommen versucht Jan Kontakt mit den früheren Band-Mitgliedern aufzunehmen, die seit dem mysteriösen Tod des Saxophonisten heillos verstritten sind. Bei dem Versuch die Gruppe zusammen zu bringen, stößt Jan auf Heide Jung, die über die Vergangenheit reden will. Sie bittet Jan zu einem geheimen Treffen am Rhein. Dort verliert sich ihre Spur.

Verdammt lang tot in Anlehnung an den BAP-Song Verdammt lang her gibt gute Einblicke in die Musik-Szene in den wilden 70er in Köln. Es ist ein atmosphärisch schöner, gut geschriebener Krimi, von jemanden, der nach 20 Jahre Erfahrung als Jazz- und Rock Musiker weiß, worüber er schreibt. Gisela Lehmer-Kerkloh