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Satterwaith, Walter: Scharahden. München: Goldmann 2005. Kart., S. 412, Euro 8,95

Der Amerikaner Phil Beaumont und die Engländerin Jane Turner, Detektive der berühmten Detektei Pinkerton, sollen die Hintergründe eines brisanten Falls aufklären: im Tiergarten in Berlin wurde mehrmals auf Adolf Hitler geschossen. Von den Nazis beauftragt sollen die beiden Detektive die Schuld der Kommunisten beweisen. Beaumont und Turner ermitteln im Deutschland der dreißiger Jahre, das stark durch Inflation, Armut, die aufkommende Nazibewegung und geschürten Judenhass gezeichnet ist. Ihre Ermittlungen führen sie von Frankfurt über Berlin, zu einen Besuch bei der Familie Wagner in Bayreuth nach schließlich München. Sie kommen immer zu spät und immer treffen den Nazis unliebsame Zeugen nur noch tot an. Als sie die wahren Hintergründe der Verschwörung zu ahnen beginnen, stehen sie nach einem Eklat mit Hitler längst selbst auf der Abschussliste.

Satterwait gelingt es hervorragend, die erzeugte Spannung bis zum Show-down festzuhalten. Geschickt wechseln dabei die Erzählperspektiven, mal aus der Sicht des lebenserfahrenen Beaumont, mal in den Briefen, die die junge Jane ständig an eine Freundin nach England schreibt. Gisela Lehmer-Kerkloh