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Suter Martin: Lila, Lila. Zürich: Diogenes Verlag 2004. Geb., S. 340, 21.90 €

David ist Kellner in einer Inkneipe und will von dem hippen Publikum als seinesgleichen anerkannt werden. Er verliebt sich in die junge, selbstbewusste Marie, einen Neuzugang in der Fangruppe um einen Schriftsteller, die David aber nicht weiter zur Kenntnis nimmt. Dann findet David in der Schublade eines Tisches, den er second hand gekauft hat, ein Romanmanuskript aus den 50er Jahren. Es geht um die tragische Liebesgeschichte zwischen der 16 jährigen Sophie und einem jungen Mann, der sich aus Liebeskummer das Leben nehmen will. Um sich vor Marie interessant zu machen, gibt sich David als Autor der nostalgischen Liebesgeschichte "Lila, Lila aus". Als Marie das Manuskript ohne Davids Wissen an einen Verlag sendet, bringt sie eine Lawine ins Rollen: "Lila, Lila" wird zum Bestseller und David in die ungeliebte Rolle des ungewöhnlichen, introvertierten Jungautors gedrängt. Plötzlich taucht Jacky, ein Edelpenner, auf und erpresst David, indem er behauptet, das Stück geschrieben zu haben. Gut erzähltes, spannendes Buch um den Schneeballeffekt einer kleiner Lüge und die Fallstricke des Literaturbetriebs. Gisela Lehmer-Kerkloh