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Spielberg Christoph: Hundertundeine Nacht. München: Piper-Verlag 2003. Kart., S. 219, Euro 8.90 €.

Kurz vor Ausbruch des Irakkrieges hat Celestine, die Freundin des Berliner Krankenhausarztes Dr. Felix Hoffmann, einen Medikamententransport zu den irakischen Kurden begleitet und kommt in einem Zinksarg zurück. Für Dr. Hoffmann beginnen sich der BND, CIA, der irakische Geheimdienst sowie verschiedene kurdische Organisationen zu interessieren. Eine ungewöhnlich große Nachfrage besteht auch nach den noch im Krankenhaus lagernden Hilfsgütern. Als Teile einer für die Kurden vorgesehenen Wasseraufbereitungsanlage spurlos verschwinden, verstärkt sich Hoffmanns Verdacht, dass es sich bei den Lieferungen wohl nicht ausschließlich um medizinische Güter handelte. Dann erhält Hoffmann ein mysteriöses Lebenszeichen der tot geglaubten Celestine und er beginnt nun aktiv in das Geschehen einzugreifen.

Spielberg, im Hauptberuf Herzspezialist, ist ein spannender Politthriller, gewürzt mit ironischen Seitenhieben auf Ärzteschaft, Politiker und sonstige Machtinhaber gelungen. "Hundertundeine Nacht" ist der vierte Dr. Hoffmann Krimi, das Debüt “Die russische Spende“ erhielt 2002 einen Friedrich Glauser Preis, 2003 wurde Spielberg für den Agatha-Christie-Preis nominiert. Gisela Lehmer