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Rippen, Chris: Eeuwige Stranden. Breda: De Geus 2007. Geb. S. 317, Euro 19.90 € (auch als Paperback erhältlich)

Die Niederländer Murk Stuart wird bei Besuch eines Cellokonzertes seiner Jugendfreundin Esther, von deren Vater Thijssen gebeten, Xander Bijleveld zu suchen und ihm vom der schweren Krebserkrankung seiner Mutter zu berichten. Xander war vor acht Jahren nach einer Verurteilung wegen Drogendelikten aus den Niederlanden geflohen. Erst widerwillig, dann aber doch neugierig verspricht Stuart Xander aufzuspüren. Er verschweigt, dass ihn auch eigene Motive treiben, nämlich die Suche nach seinem Halbbruder Victor der gemeinsam mit Xander verurteilt wurde und auch auf der Flucht ist. Einziger Anhaltspunkt sind Victors Briefe aus den verschiedensten Häfen der Welt. Stuart macht Urlaub auf Martinique, wo Xander und Victor mit dem Schiff Endeavour registriert sind. Aber es gibt kein Herankommen an die beiden, die von der verschworenen Seglergemeinschaft abgeschirmt werden. Und was hat es mit dem Gerücht einer geheimnisvollen Seebestattung auf sich? Stuart merkt, dass die Suche nach Xander immer mehr in den Hintergrund rückt und er vor allem hofft, seinen Bruder wieder zu finden. Auf Martinique lässt sich Stuart mit seinem undurchschaubaren Landsmann van Krallingen ein, der angeblich für eine Versicherungsgesellschaft arbeitet, Stuart aber in Probleme mit der Polizei und der Drogenmafia bringt.

Rippen lässt seinen Thriller langsam wachsen, aber das Ungesagte liegt bedrohlich über dem Urlaubsparadies. Der Leser spürt unterschwellig, alles ist möglich unter der heißen Sonne der Antillen.

Bislang wurden wurden drei Bücher von Chris Rippen bei Econ ins Deutsche übersetzt (Tödliche Spuren 1993, Die Stimme aus dem Off 1994, Plattgemacht 1996), hoffentlich erfolgt bald die Übersetzung von Eeuwige Stranden. Gisela Lehmer-Kerkloh