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Nykänen, Harry: Raid und der dicke Mann. Dortmund: Grafit Verlag 2007. Kart., S. 221, Euro 8,50 €

Raid ist der finnische "lone some cowboy". Unbeirrt und unbeweibt, kriminell aber nicht ohne Moral geht er seinen Weg. So gibt er Kommissar Jansson, der vieles ahnt, Raid aber nie überführt, manche wertvolle Information. Raid verdient sich seinen Lebensunterhalt mit Auftragsmorden und Dienstleistungen für seine Auftraggeber aus dem Milieu. In "Raid und der dicke Mann" übernimmt er einen Job als Bodyguard des rechtsextremen Politikers Ilmari Isberg. Raid ist unpolitisch, kann sich aber der Bitte von Isbergs Schwester Helena, einer Jugendliebe, nicht verschließen.

Daneben hat er Probleme mit der Zahlungsmoral seiner russischen Auftraggeber. Bei der Kontroverse gerät er nur zeitweise ins Hintertreffen und verliert sein Pferd = Wohnmobil. Der sachliche und prägnante Stil Nykänens lässt unschwer den ehemaligen Polizeireporter erkennen. Nykänen kennt die aktuelle "kriminalistische", gesellschaftliche und politische Situation Finnlands. Hat man sich erst einmal an die etwas schwerfälligen finnischen Namen gewöhnt, bietet der Roman kurzweilige und spannende Unterhaltung. Von den bisher 10 Stories um Raid sind sechs bei Grafit in deutscher Sprache erschienen. Gisela Lehmer-Kerkloh