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Lossau Jens, Schumacher, Jens: Der Schädeltypograph. Der Gutenberg-Krimi. Frankfurt: Societätsverlag 2002. Geb., S. 246, Euro 17,90 .

Aus dem Gutenberg-Museum in Mainz werden wertvolle Drucktypen gestohlen, womit Studenten lateinische Sentenzen in die Schädel gehämmert werden. Zur Unterstützung der örtlichen Polizei erscheint die inoffizielle Sonderkommission SS 66 zuständig für Delikte mit okkulten oder satanistischen Hintergründen: Passfeller und Grosch, zwei total abgefahrene Typen, die sich sofort bei den Kollegen unbeliebt machen. Grosch, unglaublich groß und dick, immer essend und der unverschämt grinsende Passfeller in Jeans und Cowboystiefeln erinnern stark an das Chaotenduo Bud Spencer und Terence Hill. Auf der Suche nach dem "Schädeltypographen" stoßen sie auf eine Sekte, die zu Gutenbergs Zeiten aktiv war und den vorzeitlichen Gott Morgàthon wieder beleben wollte.

Geschickt mischen die Autoren Fiktion und historische Daten zu einer unterhaltsamen, teilweise grauenvollen Polizei - und Sektenkrimi - Persiflage, die kein Klischee auslässt. Gisela Lehmer