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Liss David: Die Papierverschwörung (A Conspiracy of Paper 2000).

München: Goldmann Verlag 2001. Geb., 671 S., 48,00 DM, 24,00 €.

David Liss Debütroman ist ein spannender Krimi, ein Sittengemälde Londons Anfang des 18. Jahrhunderts; eine ausgezeichnete Darstellung der Atmosphäre aufgrund ungezügelter Euphorie und großer Angst bei Einführung des modernen Aktienhandels und des ersten Börsencrash in der englischsprachigen Welt, des South Sea Bubble, im Jahre 1720. Der sympathische Held Benjamin Weaver hat sein Vorbild in den hartgesottenen, aber moralisch integren Privatdetektiven der hard-boiled Romane Hammetts und Chandlers. Weaver ist das schwarze Schaf einer reichen jüdischen Kaufmannsfamilie. Bevor er Privatdetektiv wird, hat er ein abwechslungsreiches Berufsleben - als erfolgreicher Faustkämpfer, Strauchdieb, Wegelagerer und Bodyguard hinter sich gebracht. Weaver soll mysteriösen Todesfällen im Umfeld der aufstrebenden Londoner Börse nachgehen. Unerfahren in den Spielregeln der Finanzwelt, wird er schnell zum Spielball der Mächtigen in einem Skandal um gefälschte South Sea Aktien. Erst als Weaver sich auf seine alten Tugenden als Faustkämpfer besinnt, gelingt es ihm, die Wahrheit zu erfahren. Gisela Lehmer