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Kramp, Ralf: Totentänzer. Hillesheim: KBV-Verlag 2006. Kart., S. 251, 9.50 €

Ralf Kramp hat sich als Autor von zahlreichen Krimis, die in der Eifel spielen, einen Namen gemacht. Passend zur Frankfurter Buchmesse hat er jetzt sein jüngstes Werk über seinen tollpatschigen Serienhelden Herbie Feldmann aus der Druckerei geholt: "Totentänzer".

Herbie Feldmann hat, wie der Volksmund sagt, "einen neben sich gehen". Im Klartext heißt das, Herbie hat einen ständigen Begleiter namens Julius. Den kann außer Herbie niemand sehen oder hören. Weil der aber ständig mit Julius reden muss, halten ihn die meisten Menschen für etwas verrückt. Vor allem seine Tante Hettie. Die sitzt auf dem Erbe, das eigentlich Herbie zusteht, aber weil der als leicht verrückt gilt, muss er sich im neuen Krimi als Pizzabote verdingen, um wenigstens das Notwendigste zum Leben zu verdienen. Bei einem Pflichtbesuch in einer Klinik, in der Tante Hettie sich gerade von einer Hüftoperation erholt, lernt Herbie auch die alte Schulfreundin von Hettie kennen, Finchen Doppelfeld. Kurz darauf findet Herbie die alte Frau tot vor ihrem Haus. Zu allem Überfluss taucht auch noch sein alter Onkel Erwin, der Bruder von Tante Hettie, bei ihm auf. Der ehemalige Abenteurer behauptet, auf der Flucht vor einer Russen-Mafia zu sein, die hinter einem Dolch her sei, den er auf einem Flohmarkt gekauft hatte. Zwischendurch lernt Herbie die Besitzerin eines heruntergekommenen Tierheims kennen und verliebt sich in deren Bekannte Lena.

Autor Ralf Kramp schafft es, seine Leser in ein richtiges Chaos zu stürzen. Man schwankt zwischen Lachen und gespannter Aufmerksamkeit, Ironie, Sarkasmus und Karikaturen menschlicher Existenzen werden zu fiktiven Romanfiguren. Gisela Lehmer-Kerkloh