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Komarek, Alfred: Die Villen der Frau Hürsch. Innsbruck, Wien: Haymon 2004. Geb., S. 208, Euro 17.90 €

Daniel Käfer, Chefredakteur eines Magazins für Intellektuelle, ist gerade entlassenen worden. Um Abstand zu gewinnen und seine weitere Lebensplanung in Ruhe zu überdenken, zieht es ihn ins Ausseerland, den Urlaubsort seiner Kindheit. Er fährt mit seinem alten Käfer los und mit seiner naiven, unvoreingenommen Art gelingt es ihm selbst die angeborene Abneigung der Einheimischen gegen Touristen zu überwinden. Durch Abenteuerlust beginnt er dem sagenumwobenen Selbstmord einer geistig verwirrten Dienstmagd nachzugehen, die sich als seine in Familienkreisen totgeschwiegene Großtante “Mizzi“ zu erkennen gibt: die Ahnen kommen zurück. Käfers Interesse an den lange zurückliegenden Ereignissen gefällt jedoch manchen Auseeländern nicht. Wie schon in den Weinviertel-Krimis mit Inspektor Simon Polt vermag Komarek die Bewohner und Landschaft - diesmal des Ausseerlands - mit der Seelenlandschaft seines neuen Protagonisten Daniel Käfer stimmungsvoll in Einklang zu bringen. Drei weitere Ausseer-Romane sind geplant. Gisela Lehmer-Kerkloh