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Juretzka Jörg: Fallera. Hamburg: Rotbuch/Sabine Groenewold Verlage 2002. Kart., S. 225, 8.90 €.

"Fallera" ist der vierte Band um den ungewöhnlichen Ruhrpott-Ermittler Kristof Kryszinski. Junkie, Mitglied einer Motorradgang und Privatdetektiv Kryzinski wird von der Polizei gezwungen als V-Mann an einem gewagten Resozialisierungsexperiment teilzunehmen: Strafgefangene und Schwerbehinderte sollen bei einbrechendem Winter und ohne Kontakt mit der Außenwelt einen Berg bezwingen. Die Schrecken beginnen als der Bergführer unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt und die Gruppe der Strafgefangenen das Kommando übernimmt. Im Laufe der Expedition, die weit von ihrer ursprünglichen Route abweicht, häufen sich schnell die angeblichen Unfalltoten. Kryszinski, erst am eigenen Wahrnehmungsvermögen zweifelnd, erkennt bald, dass die Anführer der Strafgefangenen ein eigenes Ziel verfolgen. Nach einem Anschlag auf sein eigenes Leben flüchtet Kryzinski in die Höhle der Bergwerksingenieurin Mona, die den Winter in einem stillgelegten Stollen verbringen will. Aber die Strafgefangenen sind ihnen auf den Fersen. Mit Hilfe der Schwerbehinderten gelingt es Kryzinski in einem an James Bond erinnernden show-down die Bösen zu überlisten. Sehr spannend, originell und zugleich witzig erzählt.

Jörg Juretzka wurde 1955 in Mülheim an der Ruhr geboren und erhielt direkt für seinen Krimi-Erstling "Prickel" (1998) den Deutschen Krimipreis. Weitere Werke mit Kristof Kryzinski sind "Sense" (2000) und ebenfalls mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet "Der Willy ist weg" (2000). Gisela Lehmer