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Gustafsson, Lars: Der Dekan. (Ü.: Verena Reichel). München, Wien: Carl Hanser Verlag 2004. Geb., S. 188, Euro 17.90 €

Der Ich-Erzähler Spencer C. Spencer, Philosophieprofessor und Assistent des Dekans am College of Liberal Art Texas/Austin, ist Hals über Kopf in eine heruntergekommene Pension am Rande der Wüste geflüchtet. Er beginnt die ungewöhnlichen Ereignisse der letzten Jahre aufzuschreiben. Seine Aufzeichnungen berichten von seiner Freundschaft mit dem charismatischen Dekan Paul Chapman. Der Dekan, seit seiner Rückkehr aus Vietnam im Rollstuhl sitzend, ist außerordentlich intelligent und wird von seinem Feinden aufgrund übersinnlicher Fähigkeiten gefürchtet. Die Ereignisse kommen ins rollen als der Dekan mit seinem Assistenten einen teuflischen do ut des –Handel abschließt: Er lässt Spencers Cousin und unliebsamen Nebenbuhler verschwinden, im Gegenzug beseitigt Spencer einen lästigen früheren Bekannten des Dekans.

 

Ungewöhnlich spannend und sarkastisches Buch über die großen Fragen nach Tod und Leben und das Wesen des Bösen. Besonders clever von Lars Gustafsson ist, dass er die Universitätsangestellte Elisabeth Ney Spencers chaotische und unvollständige Aufzeichnungen finden lässt. Elisabeth ordnet Spencers Hinterlassenschaft und bestimmt dadurch die Struktur der vorliegende Geschichte. Eine weitere philosophische Frage über Logik und Rationalität tut sich auf. Lars Gustafsson lehrt an der Universität in Austin, Texas Philosophie. Gisela Lehmer-Kerkloh