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Book covers


  

Grän, Christine: Marx, My Love. München: C. Bertelsmann Verlag 2004. Geb.., S. 254, 19.90 €

Das frühere Enfant terrible der Bonner Journalistenszene, Anna Marx, arbeitet jetzt als Privatdetektivin in Berlin. Die lukrativen, interessanten Fälle lassen jedoch auf sich warten. Stattdessen bekommt Anna von der egozentrischen Filmproduzentin Rosamunde Stark den Auftrag, den aufdringlichen Drehbuchautor Harry Loos zu bespitzeln. Anna nimmt diesen Auftrag nur widerwillig und aus Geldnot an. Harry lebt zusammen mit der Kindfrau Lily und dem Polen Rafael, mit dem Marx schon bald eine amouröse Beziehung hat. Marx will den lästigen Job schnell loswerden, doch als die Filmproduzentin auf der Toilette eines Edelitalieners ermordet wird, und der Drehbuchautor plötzlich verschwindet, macht sich Anna auf Mördersuche.

 

Gräns chaotische Protagonistin Anna Marx hat mit ihren roten Haaren und Schnodderschnauze in Berlin einen idealen Wirkungsort gefunden. Das Buch ist eine gute Satire auf die Filmwelt, aber auch die Welt der Privatdetektive (Private Eye Marx), und die Hauptstadt Berlin bekommen ihr Fett ab. In den 80er Jahren hat Christine Grän mit Anna Marx einen der ersten weiblichen Detektive in der deutschen Kriminalliteratur geschaffen. Eine Fernsehserie folgte, wobei die facettenreichen Figur der Anna Marx ihre filmische Umsetzung durch Thekla C. Wied bei weitem übertraf. Dies ist ihr grandioses Come-back. Gisela Lehmer-Kerkloh