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Wackernagel Christoph: Der Fluch der Dogon. Kart., Edition Nautilus 2011. 160 Seiten, Euro 12.90

Schauspieler, Schriftsteller und Theater-Dramaturg Christoph Wackernagel lebt seit 2003 in Bamako, Mali. Aus eigener Erfahrung, lebhaft und spannend beschreibt Wackernagel was Malinesen und Deutsche unter Kulturaustausch verstehen, wobei die Grenzen zum Kulturraub fließend sind. Die Kunst des malischen Dogon-Volkes spielt eine zentrale Rolle. Eine heilige Dogon-Maske, ein alter Kultgegenstand, soll von Bamako nach München verschoben werden. Doch der Besitz der Maske bringt kein Glück, sie ist mit einem alten Dogon-Fluch belegt. Wackernagels Protagonist, der Deutsche Stefan, der als Schreiner in Bamako lebt, wird in den Raub verwickelt als er im Haus eines reichen malischen Kunstschiebers eine neue Küche einbauen soll und sich dabei in dessen junge Frau verliebt. Stefan erlebt, was der „Dialog der Kulturen“, Emanzipation in Mali und der Zwiespalt zwischen alten Traditionen und westlicher Lebensweise bedeutet. Wackernagel gibt spannende Einblicke in eine afrikanische Welt im Umbruch. Der Krimi ist eine hervorragende  Ergänzung  zu der Ausstellung »Dogon – Weltkulturerbe aus Afrika« die noch bis zum 22. Januar 2012 in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen ist.Gisela Lehmer