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Eckert Horst: Purpurland. Dortmund: Grafit 2003. Kart., S. 280, € 9.40

Felix May hat als Angehöriger eines Sondereinsatzkommandos (SEK) einen Lebensmüden erschossen. Als sich die Dinge kein halbes Jahr später scheinbar wiederholen, sein Kollege bei einem gemeinsamen Einsatz einen vermeintlichen Täter erschießt und danach Selbstmord begeht, entschließt sich May dem SEK Adieu zu sagen und fortan in einem Einsatztrupp seinen Dienst zu verrichten. So kommt er in die Soko, die den Mord an Julia Sander, einer bildhübschen Schauspielerschülerin aufklären soll. Julia wurde auf grausame Weise verstümmelt. Während Ela Bach, die Leitern der KK 11 an einen Serientäter glaubt, ermittelt May im Umfeld des Opfers. Durch den Ehemann des Opfers, den KSK-Soldaten Tim Sander, der in Afghanistan kämpft, erhält das Buch einen brisanten politischen Rahmen.

Horst Eckert, Glauserpreisträger und Sprecher des Syndikats (Vereinigung der deutschsprachigen Krimiautoren), gehört zweifellos zu den bekanntesten und fähigsten Autoren des "police procedurals" in Deutschland. Seine Bücher bestechen durch profunde Kenntnis des Polizeialltages und der polizeilichen Ermittlungsarbeit. Eckert zeigt das der tägliche Umgang mit dem Verbrechen eine permanente charakterliche Herausforderung für die Polizisten ist. Die Ermittlungen führen über viele Irrwege nicht immer zu einer eindeutigen Aufklärung des Verbrechens. (Annas Erbe, Grafit 1995; Bittere Delikatessen, Grafit 1996; Aufgeputscht, Grafit 1997; Finstere Seelen, Grafit 1999; Die Zwillingsfalle, Grafit 2000; Ausgezählt, Grafit 2002). Gisela Lehmer-Kerkloh