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Eckert Horst: Ausgezählt. Dortmund: Grafit-Verlag 2002

407 S., 10.40 €.

Der Autor weiß worüber er schreibt. Bei Einsätzen als Polizeireporter und Reportagen aus Kambodscha hat er sich das nötige Hintergrundwissen für diesen Krimi verschafft. Der junge Polizist und ehemalige Amateurboxer Bruno Wegmann muss mit an sehen, wie sein Partner brutal erschossen wird. Weil bei seinem toten Partner 23.000 Euro gefunden werden, ermittelt der Innere Dienst. Sein nächster Einsatz führt ihn zu einem mysteriösen Einbruch, bei dem lediglich eine Vishnu-Figur schwer beschädigt wurde. Bruno hat die Figur als Student für den Antiquitätenhändler Heinz Klee aus Kambodscha nach Deutschland überführt. Als er bei dem Antiquitätenhändler wegen des Einbruchs nachfragen will, findet er die Leichen von Heinz Klee, dessen Frau und einer seiner Töchter, die brutal ermordet worden sind. Selbst zeitweilig unter Verdacht ermittelt Bruno auf eigene Faust. Eine Spur führt zum nordrhein-westfälischen Innenminister und dessen ehemaligem Leibwächter Kriminalkommissar Max Pommer. Die Linien zwischen Freund und Feind verwischen sich vollständig. Trotz der verschiedenen Handlungsstränge kann der Leser aufgrund Eckerts profunder Darstellung jederzeit den Überblick behalten. Wenn auch der überraschende Plot fehlt; der Schluss ist realistisch und desillusionierend.

HORST ECKERT schreibt preisgekrönte spannende Unterhaltung: DIE ZWILLINGSFALLE 2000 (Friedrich-Glauser Preis), AUFGEPUTSCHT 1997 (Marlowe-Preis). Gisela Lehmer