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   Jakob Augstein: Die Tage des Gartners.

    Vom Glück im Freien zu sei. 

Illustriert von Nils Hoff. Carl Hanser.

Verlag 2012. Geb., 272 Seiten, 17.90.

      

Von den Wonnen eines Gärtners: „Eigentlich ist ein Garten ja nur ein winziges Stück Erde. Aber welche Fragen stellen sich dem Gärtner, wenn er sich daran macht, ein Idyll zu verwandeln“. Eindringlich und mitreißend beschreibt Jakob Augstein  in „Die Tage des Gärtners. Vom Glück, im Freien zu sein“ das Hochgefühl, wenn sich das Chaos in der Natur in ein Stück Ordnung und Überschaubarkeit verwandelt. Er berichtet von körperlichen Mühen, von Schweiß und harter Arbeit , denn „wenn wir unser Land so haben wollen, dass es uns gefällt, können wir uns Trägheit und Sparsamkeit nicht leisten“.

Gartenarbeit ist gleichzeitig Zeit für Gedanken und so philosophiert Augstein über die Schönheit von Blumen und Pflanzen, über Frösche und Vögel,  idealistische Klassiker des Landlebens wie John Seymour, zitiert Reinhard Meys Songtext „Der Mörder ist immer der Gärtner“  oder reflektiert die Entwicklungen auf der Grüne Woche in Berlin. Die Arbeit im Garten ist wie das Leben und eine kaputte Teichfolie ein neuer Ansporn: „Weitermachen! Dranbleiben! Das Leben geht weiter, auch mit löchriger Folie. Und was gibt es besseres, eine Enttäuschung zu überwinden, als ein neues Projekt aufzunehmen?“

Jakob Augstein Buch „Die Tage des Gärtner“ ist ein gutes Buch über Herbst, Winter, Frühling und Sommer im Garten und über die wirklich großen Fragen des Lebens. Ob man ihm tatsächlich nacheifern möchte oder es bei der unterhaltsamen Lektüre belässt – diese Entscheidung möge jeder für sich selbst treffen. Mit herrlichen Illustrationen von Nils Hoff. Für Gärtner, Philosophen oder Beides.

 By Gisela Lehmer