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Brack Robert: Lenina Kämpft. Hamburg: Edition Nautilus Verlag Lutz Schulenburg, 1. Aufl. 2003. Kart., S. 189, 12,90

Lenina ist die Tochter des den Idealen der 68er verhafteten Privatdetektivs Titus Rabe, der noch immer auf eine gerechtere Welt hofft. Ähnlich dem Vater verweigert sich auch Lenina dem modernen Lifestyle, allerdings ohne eigene Ideale zu verfolgen. Anstelle bunter Pillen übt sie eine Kampfsportart, statt Technomusik bevorzugt sie klassische Musik und anstelle von Karrierenplanungen hält Lenina sich mit Kneipenjobs über Wasser. Dann wird ihr Vater aus dem Hamburger Hafenbecken gefischt. Lenina will die Wahrheit über seinen Tod herausfinden. Ihr Interesse wächst noch, als sie erfährt, dass ihr Vater des öfteren mit Arnold Schaller, dem Vorsitzenden der Deutschen Partei für Ordnung D.P.O. gesehen wurde und dass die ermittelnde Hauptkommissarin, die einen Mord ausschließt und den Fall zu den Akten legt, auf der Gehaltsliste der D.P.O. steht. Ein Zollfahnder gibt ihr kurz vor seiner Ermordung Informationen über die letzten Recherchen ihres Vater. Titus Rabe war oft im Hamburger Hafen auf der Suche nach Beweisen für die betrügerischen Geschäftspraktiken der Firma Koma-Fleisch, die eng mit der D.P.O. verbunden ist. Es geht um Subventionsbetrug, unerlaubten Lizenzhandel und falsch deklariertes Fleisch.

Lenina kämpft ist ein moderner Großstadtkrimi, spannend geschrieben, mit vielen skurrilen Typen und schwarzem Humor. Unter dem Pseudonym Virginia Doyle schreibt Robert Brack historische Krimis mit dem Meisterkoch und Amateurdetektiv Jacques Pistoux. Gisela Lehmer