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Bromund, Dieter: Kein Schnaps für den Zaren. Leer: Leda Verlag 2003. Kart., S. 175, Euro 9.90 €.

Skipper Heiko Husmanns (vgl. Die wandernden Sände, Leda 2002; Die Frau aus der Brandung, Leda 2002) erhält den Auftrag eine Segeljacht von Holland nach Spiekeroog zu überführen. Für Husmanns und seinen Mitsegler und Freund Hafenmeister Komrush ein Traumauftrag, da es sich um eine sehr teuere Jacht, eine Puffin 42, handelt. Kaum auf Spiekeroog eingetroffen werden sie Zeugen eines rätselhaften Todesfalls und mehrerer Einbrüche bei Husmanns Auftraggeber Maanens. Alles dreht sich um ein wertvolles Portrait von Peter dem Großen, gemalt von Rosalba Carriera, wobei die Geschichte des Bildes eng mit der Familiengeschichte von Maanens verknüpft ist. Maanens Großvater erhielt es vom letzten Zaren als Geschenk als Dank für die Vermittlung eines Arztes. Später kam das Bild in den Besitz eines Frankfurter Museums, aber sowohl Maanens als auch das Museum behaupten das Original zu besitzen. Und der Tote auf Spiekeroog war ein Russe aus St. Petersburg, dem weitere, äußerst brutal vorgehende Russen folgen.

 

Wieder ist Dieter Bromund ein spannender Segelkrimi mit Wind, Wasser und einigen Toten gelungen, ohne in eine klischeehafte, süßliche Inselstimmung abzudriften. Die venezianische Portrait- und Miniaturmalerin Rosalba Carriera (1675-1757) hätte Peter den Großen während seiner inkognito Reisen in Europa 1697/98 tatsächlich malen können. Gisela Lehmer-Kerkloh