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Aspe, Pieter: Die vierte Gestalt. Frankfurt am Main, S. Fischer Verlag 2007. Kart., S. 301, Euro 8,95 €

Wie immer gedopt mit einigen Duvel ermittelt Commissaris Pieter van In, unterstützt von Brigadier Guido Versavel und seiner hochschwangeren Freundin, der Staatsanwältin Hannelore Martens, in seiner Brügger Heimatstadt. In einem Wassergraben wird die junge Kalligraphin Trui Andries tot aufgefunden. Nur dank der Mithilfe des schrulligen Chemielaboranten Ralf Geens gelingt es festzustellen, dass sie durch ein schwer nachzuweisendes Gift ermordet wurde. Einige Tage später stürzt sich ihr Freund, der schizophrene Jasper Desender zu Tode und murmelt als letztes Wort vor seinem Tod »Venex«. Die Jagd auf Venex beginnt, nur hat van In keine Vorstellung wer Venex ist, ein Drogendealer, der Kopf eines satanischen Zirkels oder verfolgt er noch andere kriminelle Ziele.

Die Vierte Gestalt ist der vierte Krimi um Peter-Van-In, der in deutscher Sprache veröffentlicht wird. Der auf seine Intuition vertrauende Kommissar und sein homosexueller Freund und Kollegen Versavel, der meist von Liebeskummer geplagt wird, sind ein eingespieltes Team mit Sinn für kulinarische Genüsse. Van Ins Freundin Hannelore macht nicht nur die Schwangerschaft sondern auch die Hormone zu schaffen, als sie erfährt, dass Van In bei seinen Ermittlungen von der jungen attraktiven Journalistin Sartje Maes.

Mit über 1,25 Millionen verkauften Büchern gehört der Brügger Autor Pieter Aspe, der die Liebe zum Duvel (ein belgisches Starkbier) mit seinem Protagonisten teilen soll, zu den meistgelesenen Autoren in Flandern und in den Niederlanden. Auch in »Die vierte Gestalt« tauchen viele Elemente auf, die Aspe in seinen anderen Romanen anspricht wie die Drogenproblematik, Korruption im Polizeiapparat, Sekten. Wie in »Das Quadrat der Rache« und »Die Kinder des Chronos« zeichnet er auch in "Die Vierte Gestalt" kein positives Bild der belgischen Oberschicht. So versagt der reiche Psychiater Richard Coleyn bei der Erziehung seines Sohnes vollständig. Aspe verbindet Gesellschaftskritik mit guter Unterhaltung, Spannung und der Darstellung liebenswerter interessanter Charaktere. Gisela Lehmer-Kerkloh